Im April hat KEGON erneut zu einem Kaminabend unter dem Motto „Agilität und Lean in Versicherungen“ eingeladen, dieses Mal ins Restaurant Alter Hof in München.
In ungezwungener Atmosphäre bot sich den Managern der vertretenen Unternehmen sowie den anwesenden KEGON-Beratern Thorsten Janning, Kurt Jäger, Klaus Fricke und Claus Rothenburg dabei die Gelegenheit, miteinander über aktuelle Herausforderungen der Unternehmens- und Produktentwicklung im Rahmen eines Open Space zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Kurt Jäger stimmte dieser die Anwesenden durch einen kurzen Beitrag von John Kotter mit dem Titel „Accelerate! The Evolution of the 21st Century Organization“ (siehe Youtube) auf den Abend ein.

Danach waren die Anwesenden aufgefordert, Diskussionspunkte vorschlagen. Anschließend fand eine Abstimmung über die sechs interessantesten Themen statt, die in zwei Durchgängen sodann zeitgleich an drei Tischen in 20 Minuten behandelt wurden, wobei jede Person selbst entscheiden konnte, an welchem Tisch sie sich wann beteiligen mochte. Während der Gespräche wurden auf Papier die wichtigen Punkte dargestellt und nach Ablauf der Timebox nacheinander allen Anwesenden präsentiert.
Die Diskussionsschwerpunkte lagen auf den Chancen und Risiken bei der Einführung und Skalierung agiler Methoden parallel zur hierarchischen Linienstruktur.

Unter anderem ergaben sich folgende Fragestellungen, die rege und fokussiert behandelt wurden:

  • Entflechtung einer klassischen Matrixstruktur / von der klassischen Führungsrolle
  • Versicherungen zu komplex für Feature-Teams?
  • Agiles Portfolio-Management – sind Versicherungen zu komplex für „Beyond Projects“?
  • Wie soll man sonst Projekte beantragen und managen?
  • Agilität versus Kostenkontrolle

Die Diskussionen im Open Space sowie das anschließende freie Gespräch zeigten, dass Ideen und Grundsätze von Agilität und Lean längst in der IT-Produktentwicklung von Versicherungen auf dem Vormarsch sind und anhand verschiedener agiler Methoden umgesetzt werden. Trotz bestehender Herausforderungen (z.B. an IT-Architektur, Testautomatisierung, Überzeugungsarbeit inner-und außerhalb der Unternehmen, neuer Vertragsgestaltungen und HR-Modelle, usw.) setzt sich die Erkenntnis durch, dass diejenigen in einem schnellen Markt die Nase vorn haben, die flexibel auf Änderungen zu reagieren vermögen, indem sie in einem komplexen Umfeld iterativ entwickeln und in kurzen Releasezyklen werthaltige Produktinkremente liefern können.

Wir danken allen Teilnehmern für Ihr Erscheinen und Ihre rege Beteiligung, die maßgeblich zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Aufgrund der Vielzahl der Themen, die zeitlich leider nicht behandelt werden konnten und dem allgemeinen positiven Feedback, freuen wir uns auf eine Fortsetzung dieser Veranstaltung.