SAFe

Erstes erfolgreiches RTE BarCamp am 16.05. in Darmstadt

Der SAFe® Release Train Engineer besetzt eine Schlüsselrolle innerhalb einer agilen Transformation: Er ist Ansprechpartner für die Teams und Stakeholder eines Agile Release Trains und verantwortlich für die Planung und Umsetzung eines Program Increment (PI) Plannings sowie vieler weiterer teamübergreifender Events. Außerdem ist er dafür verantwortlich, wie leistungsstark und erfolgreich ein Agile Release Train zur Wertschöpfung eines Unternehmens beiträgt. Damit ist er für einen ART quasi das, was ein Scrum-Master für ein Team ist. Selbstverständlich birgt dieses komplexe Aufgabenfeld vielfältige Herausforderungen, die in der Theorie nur begrenzt erlernt werden können und einen Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten sehr wertvoll machen für jeden aktiven RTE.


KEGONesen und wibasianer haben während einem ihrer regelmäßigen Treffen festgestellt, dass es keine offizielle Plattform für diesen Austausch gibt, der Bedarf dafür jedoch auf jeden Fall besteht: Die Idee zum ersten offiziellen deutschsprachigen RTE BarCamp war geboren!

Am 16. Mai war es dann endlich so weit: Pünktlich um 9 Uhr trafen 45 Experten für das Scaled Agile Framework (SAFe) und speziell die Rolle des RTEs aus ganz Deutschland in den Räumen der wibas GmbH in Darmstadt ein. Bereits beim Ankommen an der Kaffeebar begannen erste Fachsimpeleien zu SAFe und Agile Release Trains in der Praxis. Nachdem die Initiatoren des BarCamp Matthias Racke (wibas), Felix Rüssel (KEGON) und Manuel Marsch (KEGON) die Veranstaltung eröffnet hatten, folgte eines der vielen Highlights des Tages. Der erste und einzige deutsche SAFe® -Fellow Dr. Thorsten Janning, hielt seinen Impulsvortrag zum Thema „Big Room-Refinements“ und beantwortete die Frage, wie es großen Konzernen gelingt, aus hunderten von Ideen, die richtigen Themen auf Portfolio-Level zu identifizieren. Danach begann die Session-Planung, das eigentliche Herzstück eines jeden BarCamps (als Unconference-Format). Über den Tag verteilt standen 6 Zeitslots und 6 Session-Räume, also maximal 36 Möglichkeiten zur Verfügung, in denen die Teilnehmer ihre mitgebrachten Themen diskutieren konnten: 

-    „Was macht der RTE während des laufenden PIs?“
-    „Wieviel Coach muss ein RTE sein?“ 
-    „Wie geht man mit Abhängigkeiten um?“  
-    „Wie bindet man externe Zulieferer in SAFe ein?“
-    „Welche SAFe Metriken nutzt ihr?“

„Wir hätten nie gedacht, dass sich die Wand so schnell mit so vielen tollen Themen füllt.“ staunte Moderator Matthias Racke dabei.
Die Ausgestaltung der ausgewählten Sessions lag vollkommen in der Verantwortung der Teilnehmer. Und so gab es Sessions, in denen nur ein Thema innerhalb einer Gesprächsrunde diskutiert wurde, die in der Diskussion gar grafische Kunstwerke auf Flipcharts brachten und auch Sessions, in welchen per Beamer Präsentationen oder gar Live-Einblicke in Ticketsysteme oder Deployment-Ketten gezeigt wurden, um anhand echter Daten zu diskutieren. Die Themen reichten dabei von Testautomatisierung, über Continuous Delivery Pipeline, DevOps, Entwicklungspfade eines SPCs, Gamification, bis hin zu Metriken und Leadership-Themen. Gemäß dem BarCamp-Prinzip konnten die Teilnehmer jederzeit die Session wechseln oder auch beenden, aber das Interesse war so groß, dass in der ersten Runde von 50 Minuten fast alle Teilnehmer bei Ihrer ursprünglichen Session blieben.

Nach einem kurzen Verschnaufen ging es dann in die zweite Session-Runde auf zu neuen Themen, die nicht minder intensiv diskutiert wurden.
Danach trafen sich alle Teilnehmer gemeinsam zum Mittagessen, das von munteren Fachsimpeleien und Diskussionen begleitet wurde. Nachdem sich alle die Bäuche vollgeschlagen hatten, wollte Matthias Racke herausfinden, aus welchen deutschen Städten die Teilnehmer zum RTE BarCamp angereist waren. Von Berlin bis Köln und Hannover bis München: Leidenschaftliche RTE´s scheint es in ganz Deutschland zu geben.

Im zweiten Impulsvortrag des Tages berichtete SPCT Peter Vollmer von der Firma Mikrofocus dann über seine Erfahrungen einer mittlerweile 5 Jahre andauernden Large Solution SAFe®-Transformation und illustrierte seinen Vortrag mit allerlei wertvollen Insides. Kurz nach 17 Uhr kamen alle Teilnehmer des RTE BarCamp noch einmal zusammen, um die „wertvollsten Session-Beiträge des Tages“ per dot-Voting zu wählen, die dann mit jeweils einem Fachbuch prämiert wurden.

Um die Veranstaltung abzurunden führte der zweite Moderator Manuel Marsch ein kurzes Blitzlicht durch, um die Stimmung der Teilnehmer und aktuelle Eindrücke vom Tag einzusammeln. Neben viel Lob für die gute Organisation und die hochwertigen Ideen und Sessions, wurde schon gleich nach dem Termin für das nächste RTE BarCamp gefragt. 
„Insgesamt war das erste Deutsche RTE BarCamp ein voller Erfolg für Teilnehmer und Organisatoren und hat gezeigt, welch großen Bedarf nach fachlichem Austausch es bei RTEs und in der SAFe®-Community, abseits der Standard-Schulungen und großen SAFe®-Events (Summits), gibt. Wir überlegen schon, ob wir – gemäß des SAFe®-Gedankens - nächstes Jahr skalieren und das RTE BarCamp 2020 in einer größeren Location mit mehr als 50 Teilnehmern durchführen werden“, resümiert Manuel Marsch.


 

Kommentare (2)

Stefan Hermanns

Stefan Hermanns

am 26.06.2019
Es war wirklich ein super Event... fast ja schon historisch ;-)
Ich hoffe das restliche Feedback deckt sich mit dem und es kommt zu einem regelmässigen Format. Ich halte es für unheimlich wichtig im Raum DACH hier dieses Forum zu etablieren.
Danke für die super Orga!

Matthias Opitz

Matthias Opitz

am 26.06.2019
Die Einschätzung von Stefan kann ich nur bestätigen.
Es war wirklich eine tolle Veranstaltung mit vielen erfahrenen RTEs. Es gab jede Menge Themen und Fragen , so dass man in jedem Zeitslot die Qual der Wahl hatte.
Ich freue mich, wenn es auch im nächsten Jahr wieder ein solches RTE BarCamp gibt.
Danke an alle die dieses Event organisiert und möglich gemacht haben - aber auch an alle Teilnehmer!
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